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Forstliche Ausbildung in Schwarzburg am 11.10.2007
Die Fachhochschule war 1893 die erste private Fremdenpension in Schwarzburg, ab 1920 Pädagogium, nach 1944 Lehrerbildungsinstitut und diente in den letzten Kriegsmonaten bzw. kurzzeitig nach Kriegsende als Lazarett bzw. Übergangsquartier für Flüchtlinge.

Am 13. Mai 1946 errichtete das Thüringer Landesforstamt in Weimar die Fachschule für Forstwirtschaft in Schwarzburg. Ab 1968 erhielt die Fachschule den Status einer Ingenieurschule für Forstwirtschaft. 1990 begann die Thüringer Landesforstverwaltung, gemeinsam mit der Sächsischen Landesforstverwaltung, die Ingenieurschule zur Fachhochschule umzustrukturieren. Nach einer Übergangszeit wurde 1994 die Fachhochschule mit der Verabschiedung des Thüringer Forstfachhochschulgesetzes fest etabliert.

Die Thüringer Fachhochschule für Forstwirtschaft bildete in einem verwaltungsinternen Ausbildungsgang Diplom-Forstingenieure (FH) für die Landesforstverwaltungen der Freistaaten Sachsen und Thüringen aus.

Seit 1993 beginnen jährlich etwa 35 Studenten mit der vierjährigen Ausbildung zum Diplom-Forstingenieur (FH) für die Landesforstverwaltungen der Freistaaten Sachsen und Thüringen.

In der 54-jährigen Geschichte dieser forstlichen Einrichtung absolvierten weit mehr als 3 500 Direkt- und Fernstudenten ihre Ausbildung zum Revier- und Betriebsdienst.
 
Schwarzburg am 11.10.2007
Aus open-encyclopedia.com - der freien enzyklopädie.

Schwarzburg ist ein kleines Dörfchen im Schwarzatal ("Perle Thüringens"Zwinker.

Die Ersterwähnung 1071 als "Swartzinburg" erfolgte in einer Grenzbeschreibung des Orlagaus. Das Dorf unterhalb der Burg wuchs durch Ausnutzung der Wasserkraft (Mahlmühle, Schneidemühle, Lohmühle, Eisenhammer) bis zum 19. Jh. als kleines Industriezentrum. Besonders im Hochmittelalter durch Goldwäscherei (Seifengold) wichtiger Ort im Schwarzatal. Nach Aufgabe des Eisenhammers 1846 große Auswanderungswelle (mehr als 20% der Einwohner) nach Nordamerika. Danach erheblicher Aufschwung durch Fremdenverkehr und Urlaubswesen. Studenten von Jena (Burschenschaftsbewegung) und Maler der Romantik hatten zuvor das wildromantische Schwarzatal berühmt gemacht (siehe auch Ludwig Bechstein).

Das Dorf hat 2004 ca. 700 Einwohner. Besondere historische Bedeutung erlangte Schwarzburg, da hier Reichspräsident Friedrich Ebert im Urlaub am 11. August 1919 die von der Nationalversammlung in Weimar beschlossene Reichsverfassung, die erste demokratische Verfassung Deutschlands Weimarer Verfassung, unterzeichnete.

1887 wurde in Schwarzburg der Schwarzburgbund gegründet, ein Zusammenschluss von nichtschlagenden Studentenverbindungen.

Sehenswürdigkeiten: Die Schlossruine Schwarzburg mit dem Kaisersaal. Diese Burg war seit dem 12. Jahrhundert Stammsitz der Grafen von Schwarzburg. Nach wiederholten Aufteilungen in verschiedene Linien entstanden daraus 1599 die zwei Hauptlinien Schwarzburg-Sondershausen (1909 ausgestorben) und Schwarzburg-Rudolstadt, die 1697 und 1710 in den Reichsfürstenstand erhoben wurden.

Im ehemaligen Pädagogium (Privatschule, die zur mittleren Reife und zum Abitur führte) wurde 1946 eine Landesforstschule eingerichtet. 1950 Fachschule, 1968 Ingenieurschule, seit 1992 Fachhochschule für Forstwirtschaft. Die Fachhochschule wird durch die Freistaaten Sachsen und Thüringen als verwaltungsinterne Ausbildungsstätte für den gehobenen Forstdienst gemeinsam betrieben.
 
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